Wie bei der Sanierung vorgehen?
Die eigenen vier Wände vermitteln Komfort und Geborgenheit. Aber auch das Eigenheim muss sorgfältig unterhalten werden. Nach etwa zwölf Jahren sollte sich ein Hausbesitzer gedanklich mit einem Heizungsersatz auseinanderzusetzen beginnen. Bald darauf werden Bauteile wie Fassade, Fenster oder Dach sanierungsbedürftig. Gemäss Erhebungen der ETH Zürich ist spätestens nach 30 Jahren eine komplette Erneuerung des Gebäudes fällig.
In mehreren Etappen sanieren
Idealerweise wird das Eigenheim in mehreren Etappen erneuert. Ein kontinuierlicher Unterhalt hilft Kosten zu sparen. Experten empfehlen folgendes Vorgehen:
1. Wärmedämmung des Estrichbodens und der Kellerdecke
2. Ersatz der Fenster, neuer Sonnenschutz, Wärmedämmung der Fassade
3. Wärmedämmung des Daches, falls Estrichboden nicht möglich oder nicht sinnvoll
4. Heizkesselersatz, neuer Wasserwärmer
5. Innenausbau: Küche, Bad, neue Leitungen, eventuell Einbau einer Komfortlüftung
Kosten-Nutzen-Vergleich
Ein wichtiges Kriterium im Sanierungskonzept ist der Kosten-Nutzen-Vergleich. Es gilt, die effizienteste und kostengünstigste Massnahme zu wählen. Stehen beispielsweise die zwei Optionen Fenster und Türen ersetzen oder Keller- und Estrichböden dämmen zur Diskussion, so empfiehlt sich die letztere. Damit lassen sich nämlich 10 Prozent des Verbrauchs sparen, da die Trennwände zwischen beheizten und unbeheizten Räumen besser gedämmt werden. Soll die Heizungsanlage ersetzt werden? Dann stellt sich grundsätzlich die Frage nach den Energieträgern.
Alle grossen Heizkesselanbieter haben heute Anlagen mit fossiler oder erneuerbarer Energie im Angebot. Die individuelle Wahl hängt einerseits vom Standort ab (z.B. Erdgasanschluss), andererseits von persönlichen Vorlieben. Dessen ungeachtet empfiehlt es sich, auch ein kombiniertes System zu prüfen. Beispielsweise könnten Sonnenkollektoren das Brauchwasser erwärmen, während die Heizung mit Öl, Gas oder Holz betrieben wird.

